An Sylter Stränden sind erstmals in Deutschland Segelquallen entdeckt worden. Die Tiere gelten für Menschen als harmlos, obwohl ihr Auftauchen Fragen zur Erwärmung der Meere aufwirft.
Tiere erreichen erstmals Deutschland
Die ersten Tiere wurden am 23. und 24. August an den Stränden von Sylt gefunden. Zu den Fundorten gehörte der Strand bei Hörnum.
Die Schutzstation Wattenmeer bestätigte, dass es sich um die subtropische Art Velella velella handelt. Die Tiere besitzen einen bläulichen Körper und ein kleines Segel, das sie mithilfe des Windes über die Wasseroberfläche trägt.
Schwarm zieht durch die Nordsee
Segelquallen leben normalerweise in wärmeren Meeresregionen. Ein Schwarm erreichte bereits Mitte Juli die Küste Schottlands und wurde Anfang August an der Westküste Dänemarks beobachtet.
Die Funde auf Sylt markieren nun den ersten bekannten Nachweis in Deutschland. Meeresbiologen sehen darin einen möglichen Hinweis auf steigende Temperaturen im Atlantik und in der Nordsee.
Keine Gefahr für Strandbesucher
Die kleinen Fangtentakel der Segelqualle sind für Menschen ungefährlich. Auch eine dauerhafte Ansiedlung in der Nordsee gilt derzeit als unwahrscheinlich.
Strandbesucher können weitere Funde fotografieren und über naturkundliche Meldeportale erfassen. Die Beobachtungen helfen Fachleuten dabei, die Ausbreitung der Art zu verfolgen.
Quelle: Schutzstation Wattenmeer